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Woher hat die Stewardessenkrankheit ihren Namen?

Nein, Stewardessenkrankheit hat nichts mit Höhenkoller oder einer Allergie gegen Tomtensaft zu tun, sondern bezeichnet einen Akne-ähnlichen Ausschlag im Gesicht, der hauptsächlich um den Mund oder die Augenumgebung lokalisiert sein kann. 

Medizinisch korrekt wird bei dieser recht häufigen Hauterkrankung der Fachausdruck " Periorale Dermatitis" verwendet. Der Begriff „Stewardessen-Krankheit“ wurde in den 50er Jahren geprägt, als sich damals kurz nach dem Krieg die Stewardessen mit neuen Produkten aus verschiedenen Ländern eindecken konnten. Die periorale Dermatitis entsteht durch eine übermäßige Verwendung von Kosmetika. Trockene Kabinenluft und lange Flugzeiten ohne die Möglichkeit des Abschminkens, strapazierten die Haut zusätzlich und so kam es zu Bildung von Pickeln und Pusteln im perioralen Bereich. Die Konsequenz war oft ein noch stärkeres Schminken, um die Hautveränderungen abzudecken und so trat ein Teufelskreis in Kraft, der nur schwer zu stoppen war.

Insgesamt gilt der Leitsatz „Weniger ist mehr“.  Herkömmliche Kosmetikware sowie Luxusprodukte enthalten oft Substanzen wie beispielsweise Parabene und Silikone, die nach der Verwendung zwar für oberflächlichen „Erfolg“ sorgen, aber nachhaltig nicht wirken und der Haut sogar schaden: Diese Zusatzstoffe können das Gleichgewicht der Haut beeinträchtigen, da sie von dieser nicht aufgenommen werden und stattdessen an der Hautoberfläche bleiben; somit können sie auch nicht abgebaut werden, wodurch die natürliche Regeneration der Haut erschwert wird. 

Die beste Therapie besteht, heute wie damals, in einer kosmetischen Null-Diät, sprich aus dem Weglassen aller irritierenden Substanzen auf der Haut!

Von der Behandlung mit Cortisonsalben ist abzuraten, denn diese verschlimmern die Hautprobleme und können zu bleibenden Hautschäden führen. Helfen können vielmehr leichte antientzündliche Cremes mit Erythromycin als Wirkstoff, in hartnäckigeren Fällen auch kurzfristig eine Tablettenkur mit Minocyclin, einem speziellen Haut-Antibiotikum. Beides ist verschreibungspflichtig. 

Natürliche Hausmittel wie Umschläge mit kühlem, schwarzem Tee können das brennende, angespannte Hautgefühl und den Juckreiz lindern. 

Auch nach dem Abheilen der Erkrankung gilt in der Hautpflege: „Weniger ist Mehr“ - und das nicht nur für Stewardessen!

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