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Weiße Flecken auf der Haut - was ist Vitiligo?

Vitiligo ist eine in der Regel chronisch verlaufende Hauterkrankung, die nicht ansteckend ist und ca. 1% der Menschen weltweit betrifft. Sie kann den gesamten Körper befallen, typisch sind dabei oftmals symmetrisch auftretende, pigmentfreie Hautflecken, die sich ausbreiten und konfluieren (zusammenfließen) können.

Eine Krankheit mit vielen Fragezeichen

Die Ursachen sind nach wie vor nicht klar. Es wird eine vorübergehende Störung der Melanozyten, also der pigmentbildenden Zellen der Haut, durch das körpereigene Immunsystem angenommen. Diese Störung kann sich chronifizieren und bis zum völligen Untergang der Melanozyten führen. Oftmals tritt Vitiligo mit anderen Autoimmunerkrankungen wie Diabetes mellitus oder Schilddrüsenerkrankungen auf.

Die Erkrankung beginnt oftmals schon im Kindesalter, betrifft jedoch alle Altersstufen. Ebenso besteht keine Geschlechtsbevorzugung.

Unterschiedliche Ausprägungen

Man unterscheidet zwei Hauptformen: Eine lokalisierte Form und eine generalisierte Form. Bei Letztgenannter verlieren die Patienten am ganzen Körper nach und nach ihre Pigmente, bei der lokalisierten Form sind die weißen Flecken in der Regel auf eine Körperregion beschränkt. Oft kommt auch die Krankheit nach einiger Zeit zum Stillstand.

Wenig Hilfe für Betroffene

Eine gezielte Behandlung ist nach wie vor nicht möglich. Bestrahlungstherapien (UVA-UVB), Immunmodulatoren in Creme-Form oder Cortison-Salben können in manchen Fällen jedoch zu einer Verbesserung der Symptome führen. 

Eine Heilung ist in der Regel nicht möglich, auch Spontanheilungen sind leider nur sehr selten. Da die Patienten an den nicht-pigmentierten Hautstellen einen nahezu nicht vorhandenen Lichtschutz besitzen, sind Sonnenbäder nur sehr eingeschränkt zu geniessen.


Ihr Dr. med. Peter Kessler

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