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Le Manoir in „Klein-Hollywood“

Fotoshooting im ehemaligen Stummfilmkino Delphi

Artikel

Das ehemalige Stummfilmkino Delphi

Ein atemberaubendes Relikt der 1920er Jahre

Wir befinden uns mitten in „Klein-Hollywood“ der 1920er Jahre in Berlin-Weißensee, in der Hochzeit des Stummfilms, am beschaulichen Caligariplatz, einem inspirierenden Viertel der Filmgeschichte. Seit 1911 ließen sich hier namhafte Filmproduktionsfirmen nieder und bis zur Weltwirtschaftskrise 1928/29 entstanden hier viele der wichtigsten Werke des frühen, deutschen Kinos. Heute ist nichts mehr davon übrig, außer das ehemalige Stummfilmkino Delphi. Es verbirgt sich hinter einer schlichten, grauen Bauhausfassade, unvermutet, wie ein atemberaubendes Relikt aus einer lang vergessenen Zeit. Hier haben Stars wie Marlene Dietrich mit ihrem frühen Film „Tragödie der Liebe" (1923) ihre Karriere begonnen.

Filmspirit der 1920er Jahre

Im Delphi ist der Spirit der 1920er Jahre noch immer spürbar. Das interessante Gebäudes des Architekten Julius Krost ist, wie damals üblich, architektonisch an einen Theatersaal angelehnt: Ein markantes dreibogiges Proszenium umrahmt die Bühne und markiert sie als Herzstück des Raumes, der Theaterrang bietet einen Einblick in den Orchestergraben. Hier wurde das expressionistische Meisterwerk „Das Cabinet des Dr. Caligari“ aufgeführt – ein unweit des Delphi entstandener Stummfilm von Robert Wiene. Der Saal war in weiser Voraussicht bereits damals für Tonaufführungen präpariert und schon ein Jahr nach seiner Eröffnung wurden fast nur noch Tonfilme dort gezeigt.

Zeuge der Stummfilmära

Das Innere des Delphi ist heute überwiegend so erhalten, wie es erbaut wurde. Die Patina schimmert immer noch in Rostrot und Gold, erinnert an die glamourösen Zwanziger und ist mit einigen abgeblätterten Stellen zugleich Zeuge des abrupten Endes der Stummfilmära.

Ein neuer Ort für Kunst und Kultur

1959 wurde der Kinobetrieb eingestellt und das Gebäude wurde im Foyerbereich in den Folgejahren unter anderem als Gemüselager, Briefmarkengeschäft, Schauraum für Orgelbau und als Lagerhalle der Zivilverteidigung der DDR genutzt. 2013 übernahmen das Künstlerpaar Brina Stinehelfer und Nikolaus Schneider das Haus und erwecken es wieder zum Leben. Heute ist es ein kultureller Ort, an dem Film, Musik, Theater, Performance und experimentelle Kunstformen aufeinandertreffen. Im Delphi werden nun auch wieder Filme gedreht, jüngst die erfolgreiche Zwanziger-Jahre-Serie „Babylon-Berlin“ von Tom Tykwer, der im Delphi eine berühmte Tanzszene drehte. Die Rundbögen sind seither von Glühbirnen durchzogen, eine charmante Erinnerung an den Dreh.

Spiegel unserer Philosophie

Das Delphi symbolisiert die Welt des Films und war deshalb der ideale Ort für unsere Beautyaufnahmen. Auch die Kleidung, mit der wir unsere Models ausgestattet haben, wurde von uns bewusst gewählt. Der kreative Stil der Designerin Dorothee Schumacher spiegelt perfekt unsere Firmenphilosophie wider: Luxuriös und immer konzentriert auf das Wesentliche sind ihre Designs klassisch und doch ganz individuell.

Text: Katharina Arimont

Location: 

Ehemaliges Stummfilmkino Delphi

Shooting-Team:

Creative Direction: Katharina Arimont
Art Direction: Christian von der Heide
Fotograf: Martin Scriba
Retusche: Josh Terlinden
Models: Helen Schoormans, Marine Saez, Julia Opitz, Torben Geeck
Stylistin: Ileen Schlotmann
Haare & Make-up: Johanna Vollmer 

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